Titelbild Atemschutzunfaelle.eu

Unfälle in Amerika im Jahr 2010

(Ein getöteter und 5 verletzte FA)

Hinweis: in der Statistik sind auch Unfälle enthalten die bisher nicht veröffentlicht wurden. Daher kann es vorkommen, dass die Gesamtzahl der betroffenen FA die Summe der in den Berichten erwähnten übersteigt.


02. Januar 2010 - Dacheinsturz - 2 schwer verletzte FA

(ar) Modesto (CA)/USA - Beim Brand einer an das Wohnhaus angebauten Garage kam es zum Einsturz des Gebäudedaches und zwei auf dem Dach arbeitende FA wurden dabei schwer verbrannt. Durch Unachtsamkeit beim Nachfüllen eines Diesel-Generators durch den Hauseigentümer war der Brand in der Garage entstanden. Als die Feuerwehr eintraf, versuchte sie im Innenangriff den Brand zu bekämpfen. Ein Trupp aus 2 FA ging dabei auf das Gebäudedach vor, um das Gebäude vertikal zu ventilieren. Nach Augenzeugenberichten "ungewöhnlich schnell" kam es zur Beeinträchtigung der Stabilität des Daches aufgrund des Brandes, woraufhin das Dach einstürzte. Die beiden auf dem Dach befindlichen FA stürtzen dabei nach unten und zogen sich in der Folge schwere Verletzungen zu. Innerhalb von wenigen Minuten konnten die FA von bereitstehenden Sicherheitstrupps gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden. Beide waren ansprechbar und bei Bewusstsein trotz ihrer schwerer Verbrennungen. 

Bilder und Videos: ModestoBee

Quelle: FFCC

 

 

30. März 2010 - Gebäudebrand mit Menschenrettung - 1 verletzter und 1 getöteter FA

(ar) Homewood/IL (USA). Beim Brand eines Wohnhauses wurden zwei Feuerwehrangehörige schwer verletzt; ein FA erlag später seinen Verletzungen. Die beiden Feuerwehrleute waren zur Menschenrettung in das Gebäude vorgegangen; die Rettung gestaltete sich aufgrund des hohen Alters des Betroffenen (89 Jahre) und aufgrund der Tatsache, dass der männliche Bewohner auf einen Rollstuhl angewiesen war, als sehr schwierig. Die Brandbedingungen scheinen extrem gewesen zu sein; nach Vermutungen von Sprechern der betroffenen Feuerwehr trugen evtl. Sauerstoffflaschen dazu bei, die zu medizinischen Zwecken von den Hausbewohnern genutzt wurden. Der Hausbesitzer wurde mit schweren Verletzungen aus dem Gebäude gerettet, unverzüglich wurden Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet, die jedoch leider erfolglos blieben. Seine Ehefrau konnte sich noch selber retten und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert und befindet sich wieder auf dem Weg der Besserung. Beide Feuerwehrleute wurden während der Rettung schwer verletzt; einer der beiden, ein 28 Jahre alter Mann, erlag seinen schweren Verletzungen später im Krankenhaus. Seine Truppkollegin erlitt großfläche Verbrennungen 1. und 2. Grades und muss im Krankenhaus behandelt werden. Der genaue Unfallhergang ist noch unklar und Gegenstand laufender Untersuchungen.

Quellen: 

FireEngineering.com

Firehouse.com

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31. Mai 2010 - Backdraft - 1 schwer und 1 leicht verletzter FA

(ar) Cape Cod/MA (USA) - Beim Brand eines Wohnhauses ereignete sich ein Backdraft; durch die resultierende Druckwelle wurden zwei Feuerwehrangehörige durch die Luft geschleudert und zogen sich beim Aufprall teils schwere Verletzungen zu.

Aufgrund vieler Paralleleinsätze waren im Ersteinsatz nur zwei FA vor Ort; beim Eintreffen schlugen bereits Flammen aus der Haustür und zumindest Teile des Gebäudes standen bereits in Vollbrand. Als die beiden FA von der Veranda mit einer Schlauchleitung versuchten, die Flammen zurückzudrängen, kam es zur Rauchexplosion (Backdraft). Durch die entstehende Druckwelle wurden die beiden FA ca. 5 bis 10 m durch die Luft geschleudert; beim Aufprall erlitt ein FA einen Genickbruch sowie Frakturen am Rücken, der andere erlitt einen gebrochenen Knöchel.

Die beiden Verletzten mussten von weiteren FA in Sicherheit gebracht werden, da sie im Trümmerschatten eines dreistöckigen Kamins lagen; der Kamin stürzte ca. 1 Minute nach der Rettung der FA tatsächlich ein. Weiter konnten die beiden Verletzen für die nächsten 15 min nicht versorgt werden, da alle anwesenden Kräfte, wie bereits erwähnt durch zahlreiche Paralleleinsätze geschwächt, mit dem sich ausbreitenden Brand beschäftigt waren. 

Ein Sprecher der Feuerwehr sagte, dass die Personalsituation mit ursächlich war für die Verletzungen und für den großen Sachschaden am Haus, das nicht mehr zu gebrauchen ist. 

Durch die Rauchexplosion wurde der gesamte Dachstuhl angehoben und Trümmer 30 bis 50 m weit geschleudert.

Die Bewohner des Gebäudes waren während des Einsatzes nicht zu Hause. 

Beide FA mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden; der FA mit Genickbruch wird permanent auf mögliche Lähmungen untersucht, er konnte jedoch am Tag nach dem Unfall alle Körperteile bewegen.

Quelle: Firehouse.com